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Asana und Scrum: Wie Sie agile Sprints mit einem Workmanagement-Tool wirklich umsetzen

Vom Backlog bis zur Retrospektive — Scrum-Frameworks pragmatisch in Asana abbilden
20. Juli 2023 durch
Asana und Scrum: Wie Sie agile Sprints mit einem Workmanagement-Tool wirklich umsetzen
Helpdesk Bot

Scrum-Frameworks sind bewährt und für viele Teams die richtige Wahl. Trotzdem stellen sich viele Unternehmen die Frage: Brauchen wir dafür ein spezialisiertes Agile-Tool, oder reicht das Workmanagement-Werkzeug, das wir bereits einsetzen? Unsere Erfahrung: Für die meisten Teams außerhalb reiner Softwareentwicklung ist Asana vollkommen ausreichend — vorausgesetzt, man richtet es richtig ein.

Was Sie in Asana abbilden können

Ein Scrum-Framework besteht aus wenigen Kernelementen. Alle davon lassen sich in Asana strukturiert nachbauen:

  • Product Backlog als Projekt in Listen- oder Board-Ansicht mit priorisierten Tasks
  • Sprint-Backlog als eigener Sprint-Container (Portfolio oder Sub-Projekt), gefüllt aus dem Product Backlog
  • User Stories als Tasks mit Custom Fields für Storypoints, Priorität und Sprint-Zuordnung
  • Daily-Stand-up unterstützt durch Statusfelder (Yesterday / Today / Blockers) direkt in den Tasks
  • Sprint-Review und Retrospektive als wiederkehrende Meeting-Vorlagen mit Aktionspunkten

Custom Fields sind der Hebel

Der Unterschied zwischen einem Workmanagement- und einem klassischen Agile-Tool liegt oft in den Metadaten pro Task. In Asana bilden Sie das über Custom Fields ab. Für ein Scrum-Setup empfehlen sich mindestens: Storypoints (numerisch), Priorität (Dropdown), Sprint-Zuordnung (Dropdown oder Multi-Homing), User-Story-Status (Dropdown mit To Do / In Progress / In Review / Done).

Mit diesen Feldern lassen sich alle klassischen Auswertungen bauen: Burndown-Charts (per Reporting-Ansicht), Velocity-Statistiken, Blocker-Übersichten.

Rollen und Zuständigkeiten sichtbar machen

Scrum lebt von klaren Rollen. In Asana empfehlen wir: Product Owner als Owner des Backlog-Projekts, Scrum Master als Owner des Sprint-Projekts, Entwicklungsteam als Assignees der Tasks. Kombiniert mit den Rules-Automatisierungen können Sie Übergaben, Statuswechsel und Benachrichtigungen automatisieren.

Was Sie nicht überziehen sollten

Ein häufiger Fehler: Teams versuchen, das perfekte Scrum-Setup mit 20 Custom Fields und zehn Projektarten aufzubauen. Ergebnis: Niemand nutzt es. Starten Sie minimal — ein Backlog, ein Sprint, drei Custom Fields — und erweitern Sie nur dort, wo das Team es konkret vermisst.

Wann ein Spezialtool doch besser ist

Ganz ehrlich: Für reine Softwareentwicklungsteams mit tief integrierten Git-Workflows, komplexer Release-Planung und mehreren parallelen Produktversionen sind Werkzeuge wie Jira oder Linear häufig die bessere Wahl. Für alle anderen Teams — Marketing, HR-Projekte, Consulting-Delivery, Produkt-Rollouts — ist Asana in der Praxis nicht nur ausreichend, sondern oft die pragmatischere Lösung.

Fazit

Scrum ist ein Framework, keine Software. Wenn Sie Asana bereits einsetzen und Ihr Team agil arbeiten möchte, ist ein spezialisiertes Zusatztool selten notwendig — mit richtiger Konfiguration bekommen Sie ein solides Scrum-Setup in wenigen Tagen betriebsbereit.

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